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Panik an den Börsen - welche Faktoren eine Rolle spielen

Der tiefrote Montag war nur ein Vorgeschmack zum Wochenauftakt!  Lies meinen  Artikel, was die Märkte verschreckt und welche Faktoren eine Rolle spielen.

Was schreckt die Märkte auf? Trotz massiv steigender Corona-Fallzahlen weltweit deutet sich eine Entspannung in der Pandemie an – die sich ausbreitende Omikron-Variante verursacht nämlich weniger schwere Verläufe als wie bei der Delta-Variante trotzdem fallen die Kurse?

Tatsächlich ist der Virus gerade das kleinste Problem für die Aktienmärkte. Außer es kommt wie heute gelesen zu einer super Mutation von Omikron und Delta "Deltakron"! Ist diese Variante gefährlicher? Ich weiß es nicht!

Meiner Meinung nach lasten andere Faktoren deutlich spürbarer auf den globalen Märkten: 

  1. Geldpolitik
  2. Konflikt zwischen Ukraine und Russland
  3. Berichtssaison der Unternehmen

Grund Nummer Eins: Die Geldpolitik

Sowohl in den USA als auch in Europa hat die Inflation ein rasantes Tempo aufgenommen, das seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen wurde. Während die Europäische Zentralbank noch abwarten will, bereitet sich die Federal Reserve (Fed) auf die ersten Zinsschritte vor.

Eine echte Überraschung ist das nicht, – aber durch die schnell wachsende Geschwindigkeit der Inflation von mittlerweile sage und schreibe 7 Prozent in den USA könnten die Zinshüter gezwungen sein, die Zinsen schneller anzuheben als erwartet. Was wiederum die Kurse beeinflussen würde.

Hoch verschuldete Unternehmen, die mit Fremdkapital wachsen, dürften bei der Refinanzierung Probleme bekommen! Aber aus meiner Sicht sind Aktien im Moment noch alternativlos. Erst wenn die Zinsen höher stehen als die Inflationsrate, kann man überlegen, einen Teil in Anleihen umzuschichten.

Ob es noch weiter nach unten geht oder nicht, weiß ich nicht. Aber es ist für langfristige Investoren sicher nicht schlecht, einwenig aufmerksam zu sein und bei Gelegenheit nachzukaufen. Keine Empfehlung! Ich persönlich habe meine Sparpläne von 1-mal im Monat auf 2-mal erhöht!

Grund Nummer Zwei: Der Ukraine-Konflikt

Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben sich binnen Tagen zu einem geopolitischen Risiko für die Börsen entwickelt. Mittlerweile scheint nicht mehr klar, ob es zwischen den Ländern zu einem militärischen Konflikt kommt oder nicht. 

Was könnte das für den Aktienmarkt bedeuten? Durch die drohenden Sanktionen für Russland von den Vereinten Nationen könnte sich die Inflation in Europa wahrscheinlich 2022 (Energiepreise) nicht abflachen. 

Russland ist ein nicht unerheblicher Marktakteur von Öl und Gas. Bei Gas sogar die Nummer 1! Jeder weiß, dass die Energiepreise zu einem großen Teil in die Gesamtinflation miteinberechnet werden.

Was wiederum den Aktienkurs drücken könnte und die Inflation weiter anheizen würde. Gepaart mit der Geldpolitik ein echtes Risiko für fallende Kurse.

Grund Nummer Drei: Maue Berichtssaison

Zuletzt vermieste auch der Beginn der ersten Berichtssaison des Jahres die Stimmung unter den Anlegern. Normalerweise treiben die Zahlen für das vierte Quartal und das vorangegangene Gesamtjahr die Börsen im Frühjahr weiter nach oben. 

Das könnte 2022 ausbleiben. Dem US-Börsenportal „CNBC“ zufolge hätte der Großteil der bisherigen Zahlenvorlagen zwar überzeugt, mit Goldman Sachs und Netflix habe es aber unter den prominenteren Konzernen auch große Enttäuschung gegeben. 

Was wiederum sorgen schnürt für die weiteren Quartals- und Jahresergebnisse für andere prominente Konzerne, die noch ausstehen.

Wenn weiter prominente Konzerne wie Apple und Co. mit den kommenden zahlen enttäuschen, kann es weiter eine Talfahrt an der Börse geben.

Die 3 aufgezählten Gründe könnten in Kombination für den Aktienmarkt im Jahr 2022 ungemütlich werden. Aber nur meine Meinung!

Was ich mache

Wie oben schon erwähnt - für mich sind Aktien zurzeit alternativlos und habe meine Sparpläne schön erhöht. Erst wenn die Zinsen höher stehen sollten als die Inflation, werde ich einen Größeren teil von meinem Weltportfolio in Anleihen umschichten. Aber dieses Szenario sehe ich kurz- bis mittelfristig nicht. Deshalb bleibe ich Aktien treu!